Saunaaufguss selber machen: Düfte, Dosierung und Anleitung

Zuletzt aktualisiert am 28. Oktober 2026 von Saunataschen

Die Saunatür geht auf, warme Luft strömt dir entgegen und schon nach wenigen Minuten liegt dieser angenehme Duft in der Luft. Mal riecht es frisch nach Eukalyptus, mal nach Orange oder nach einem ganzen Nadelwald. Ein guter Saunaaufguss macht aus einem gewöhnlichen Saunagang zum kleinen Wohlfühlritual.

Du kannst entweder fertige Aufgussdüfte kaufen oder deinen Saunaaufguss selber machen. Beides hat seinen Reiz. Hier erfährst du, welche Düfte gut zusammenpassen, wie du sie richtig dosierst und wie dein nächster Aufguss gelingt.

Saunaaufguss selber machen oder fertig kaufen?

Du liebst es, neue Düfte auszuprobieren? Dann ist ein selbst gemischter Saunaaufguss genau das Richtige. Du bestimmst, ob es frisch, fruchtig oder eher beruhigend duften soll. Schon mit wenigen geeigneten Duftölen lassen sich verschiedene Kombinationen ausprobieren.

Wenn es unkompliziert sein soll, greifst du zu einem fertigen Saunaaufguss. Gute Konzentrate sind speziell für die Verwendung in der Sauna vorgesehen und lassen sich nach den Herstellerangaben dosieren. Gerade wenn du noch nicht viel Erfahrung hast, ist das eine angenehme Lösung.

Du musst dich übrigens nicht festlegen. Viele Saunafans haben einen Lieblingsduft aus der Flasche und mischen zwischendurch gern etwas Eigenes.

Welche Düfte eignen sich für den Saunaaufguss?

Beim Saunaaufguss ist erlaubt, was dir gefällt – solange die verwendeten Produkte ausdrücklich für Saunaaufgüsse geeignet sind. Besonders beliebt sind frische, holzige und fruchtige Duftnoten.

  • Eukalyptus: klar und frisch, ein Klassiker für alle, die einen kräftigen Duft mögen.
  • Minze: kühl wirkende Duftnote, besonders beliebt nach einem langen Tag.
  • Orange: fruchtig und freundlich, auch in Kombination mit anderen Düften schön.
  • Lavendel: blumig und sanft, passend für einen ruhigen Saunaabend.
  • Fichte und Kiefer: würzig und waldig, ideal für alle, die natürliche Holznoten mögen.
  • Zitrone: spritzig und leicht, gut für einen frischen Aufguss.

Welcher Duft am besten passt, ist Geschmackssache. Beginne lieber mit einer dezenten Mischung. Du kannst später immer noch etwas intensiver dosieren.

Mann mischt einen Saunaaufguss mit Duftkonzentrat und Wasser im Holzeimer

Saunaaufguss selber machen: So einfach geht es

Für einen selbst gemischten Aufguss brauchst du nicht viel: einen sauberen Saunaeimer, frisches Wasser und ein geeignetes, ausdrücklich für Saunaaufgüsse freigegebenes Duftkonzentrat oder eine dafür vorgesehene Duftmischung.

  1. Wasser einfüllen: Gib etwa einen Liter frisches Wasser in deinen Saunaeimer.
  2. Duft hinzufügen: Dosier das Produkt entsprechend der Packungsanleitung. Die richtige Menge hängt von der Konzentration ab.
  3. Gut vermischen: Rühre das Wasser um, damit sich der Duft gleichmäßig verteilt. Beachte, dass reine ätherische Öle sich in Wasser nicht einfach lösen.
  4. Behutsam aufgießen: Gib nur kleine Mengen des vorbereiteten Aufgusswassers auf die dafür vorgesehenen heißen Steine.
  5. Duft genießen: Lass dir einen Moment Zeit, bevor du bei Bedarf erneut aufgießt.

Wichtig ist die Produktwahl: Nicht jedes Duftöl aus dem Drogerieregal ist für die Sauna geeignet. Reine ätherische Öle können auf heißen Steinen problematisch sein, wenn sie nicht in einer ausdrücklich dafür vorgesehenen Zubereitung verwendet werden. Gieß deshalb niemals unverdünnte Öle oder alkoholhaltige Duftmischungen auf den Saunaofen.

Du suchst noch nach dem passenden Zubehör? In unserem Ratgeber zu Sauna-Aufguss-Sets zeigen wir, worauf du bei Eimer, Kelle und Zubehör achten kannst.

Duftölflasche über heißen Saunasteinen – ätherische Öle nicht direkt auf die Steine geben
Wichtig bei Duftölen: Nicht direkt auf die heißen Saunasteine tropfen. Verwende ausschließlich geeignete Aufgussprodukte nach Herstelleranleitung.

Wie viele Tropfen gehören in einen Saunaaufguss?

Diese Frage taucht bei mir häufig auf. Eine pauschale Tropfenzahl gibt es allerdings nicht, denn Aufgusskonzentrate unterscheiden sich stark. Ein Produkt wird vielleicht in Millilitern pro Liter Wasser dosiert, ein anderes mit wenigen Tropfen.

Orientiere dich deshalb immer an der Angabe auf der Flasche. Das ist einfacher und verlässlicher als irgendeine feste Tropfenregel. Für den Anfang kannst du innerhalb der empfohlenen Dosierung die mildere Variante wählen.

Ein intensiver Duft muss nicht automatisch besser sein. Oft reicht eine feine Duftnote völlig aus, um die Wärme noch angenehmer zu erleben.

Frau im grünen Saunahandtuch genießt den Duft frischer Eukalyptuszweige in der Sauna

Drei schöne Duftideen für deinen nächsten Saunaabend

Wenn du gern verschiedene Richtungen ausprobierst, helfen dir diese Kombinationen bei der Auswahl. Verwende dafür nur untereinander kombinierbare, für Saunaaufgüsse geeignete Produkte und halte dich an deren Dosierempfehlungen.

Frisch und klar: Eukalyptus mit Minze

Du magst einen kräftigen, frischen Duft? Dann passen Eukalyptus und Minze gut zusammen. Beide sind recht präsent. Deshalb lieber zurückhaltend beginnen und prüfen, ob dir die Kombination gefällt.

Fruchtig und gemütlich: Orange mit einem Hauch Zitrone

Orange sorgt für eine warme, fruchtige Duftnote. Mit etwas Zitrone wirkt die Mischung noch frischer. Eine schöne Idee für einen entspannten Saunaabend mit Freunden oder zu zweit.

Wie im Wald: Fichte mit Kiefer

Wenn du holzige Düfte liebst, ist diese Richtung einen Versuch wert. Die Mischung erinnert an einen Spaziergang durch den Nadelwald – ganz ohne kalte Füße.

Natürlich kannst du auch bei einem einzigen Duft bleiben. Gerade hochwertige Einzelnoten kommen in der Sauna oft wunderbar zur Geltung.

Wasser wird mit einer Holzkelle auf heiße Saunasteine gegossen und erzeugt Dampf

Was macht einen guten Saunaaufguss aus?

Nicht nur der Duft entscheidet. Auch die Atmosphäre spielt mit. Ein aufgeräumter Saunaraum, eine passende Temperatur, etwas Ruhe und ausreichend Zeit danach. Wenn du zum ersten Mal einen Aufguss ausprobierst, muss er nicht besonders intensiv sein.

Der Wasserdampf verändert kurzfristig das Wärmeempfinden. Dadurch fühlt sich die Sauna nach einem Aufguss oft deutlich heißer an, obwohl die Temperaturanzeige kaum steigt. Mehr darüber erfährst du in unserem Ratgeber zur richtigen Sauna-Temperatur.

Auch der Saunaofen spielt eine Rolle. Halte dich an die Angaben des Herstellers und gieße nur dort auf, wo es ausdrücklich vorgesehen ist. In öffentlichen Saunen überlässt du Aufgüsse am besten dem Personal beziehungsweise beachtest die Hausregeln. Hier ist es nicht erwünscht, eigene Düfte einfach aufzutragen. Achte bitte auf die Saunaregeln der jeweiligen Sauna.

Gepackte Saunatasche mit Handtüchern, Pflegeprodukten und Bürste auf einer Holzbank

Welches Zubehör lohnt sich für den Saunaaufguss?

Mit einem stabilen Eimer (aus Holz) und einer passenden Kelle (ebenfalls aus Holz) bist du schon gut ausgestattet. Ein Thermometer und eine Sanduhr können zusätzlich praktisch sein, wenn du deine Sauna zu Hause nutzt. Für Duftkonzentrate lohnt sich ein fester Platz außerhalb der heißen Kabine.

Ein fertiges Set ist besonders bequem, wenn du gerade erst anfängst oder ein Geschenk suchst. In unserem Artikel über Saunazubehör-Sets findest du weitere Ideen für eine sinnvolle Grundausstattung.

Häufige Fragen zum selbst gemachten Saunaaufguss

Kann ich normale ätherische Öle für die Sauna verwenden?

Nicht jedes ätherische Öl eignet sich dafür. Verwende nur Produkte, die ausdrücklich für Saunaaufgüsse vorgesehen sind, und beachte die Anwendungshinweise. Reines Öl gehört nicht direkt auf heiße Steine.

Kann ich verschiedene Saunaaufguss-Düfte mischen?

Ja, sofern die Produkte dafür geeignet sind und die Herstellerangaben das zulassen. Starte mit einer milden Mischung, damit sich die Düfte nicht gegenseitig überlagern.

Wie lange ist selbst gemischtes Aufgusswasser haltbar?

Bereite Aufgusswasser am besten frisch für den jeweiligen Saunagang zu und entsorge Reste danach. So bleibt der Duft angenehm und du vermeidest unnötige Verunreinigungen.

Welche Düfte sind für Sauna-Anfänger angenehm?

Viele mögen milde Zitrusnoten oder einen dezent dosierten Waldduft. Probier zunächst einen einzelnen Duft aus, bevor du verschiedene Varianten kombinierst.

Ist ein fertiger Saunaaufguss weniger gut als ein selbst gemachter?

Überhaupt nicht. Fertige Konzentrate sind bequem und häufig sehr ergiebig. Selbst mischen macht vor allem dann Spaß, wenn du deine Lieblingsdüfte individuell kombinieren möchtest.

Dein Lieblingsduft macht den Unterschied

Ob frischer Eukalyptus, sanfter Lavendel oder fruchtige Orange: Mit dem passenden Duft wird aus einem Saunagang schnell eine kleine Auszeit. Probier aus, was dir gefällt, und mach es dir nicht unnötig kompliziert.

Wenn du gern experimentierst, stell dir eine kleine Auswahl geeigneter Düfte zusammen. Wenn du lieber einfach entspannen möchtest, ist ein fertiger Saunaaufguss genauso eine gute Wahl.

Na, Lust bekommen? Dann probiere dich doch einfach Mal aus. Aber denk dran, nicht jeder mag jeden Duft. Achte auf deine Mitmenschen :).

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